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Christi Himmelfahrt - Pfarrer i. R. Norbert Kirr, Uckersdorf

Christi Himmelfahrt

Tagesspruch: „Christus spricht: Wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen“ (Johannes 12, 32).

Lieder:

EG   123       Jesus Christus herrscht als König

EG   121       Wir danken dir, Herr Jesu Christ

EG   420       Brich mit den Hungrigen dein Brot

EG   153       Der Himmel, der ist

 

Predigttext: Johannesevangelium 17, 20 – 26:

 

Jesus Christus betet: Ich bitte aber nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, dass sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, auf dass die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, auf dass sie eins seien, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, auf dass sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst. Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt, ehe die Welt gegründet war. Gerechter Vater, die Welt kennt dich nicht; ich aber kenne dich, und diese haben erkannt, dass du mich gesandt hast. Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen.

 

Liebe Geschwister!

An Weihnachten kommt Gott in Jesus in die Welt: als Kind, in dem er seine Liebe der Welt offenbart. An Himmelfaht verlässt Jesus die Welt und kehrt zum Vater zurück. Johannes erzählt, was Jesus im Fürbittengebet der Welt hinterlässt.

Jesus hob seine Augen auf zum Himmel: So beginnt Jesu Gebet.

Beim Lesen dieser Zeile muss ich an die Berichte denken, nach denen in China durch die Pandemie die Sterne am Himmel wieder zu sehen sind. Wegen der Luftverschmutzung durch die Industrie haben die Leute den Himmel nicht mehr gesehen. Weil die Wirtschaft stillgelegt worden ist, ist auch die Luftverschmutzung weg gegangen. Selbst in der ganzen Welt soll in dieser Zeit die Umweltverschmutzung abgenommen haben. Wie schön ist das, wenn man am Abend und in der Nacht die Sterne am Himmel sehen kann. Wie schön ist Gottes Schöpfung! Dagegen der Mensch so klein ist – voller Sorgen und Ängsten gerade in der Krise der Pandemie.

In Gebet bittet Jesus für die Seinen, die er bald verlassen wird. Er bittet auch für die Menschen, denen das Wort durch alle Zeiten gilt.

Viermal spricht Jesus im Gebet die Einheit an! In aller Verschiedenheit und Verlassenheit in der Welt soll die Einheit bestehen! Gerade in dieser Krisenzeit erleben wir es, dass die Menschheit in einem Boot sitzt. Seit Menschengedenken hat die Welt es noch nie so vielsagend erlebt. So weltumspannend ist diese Krankheit. Sie macht nicht halt vor irgendeinem Menschen, einer Gruppe, einem Volk, einem Glauben, einer Rasse. Jesus bittet für die Seinen der ganzen Welt.

Die Unterschiedlichkeit auf der Welt verfolgt die Menschen durch ihre ganze Geschichte: verschiedene Kulturen, verschiedene Wesensarten, verschiedene Lebensarten, verschiedene Glaubensausrichtungen. Unzähligen Kriegen sind die Folge gewesen das Eigene mit Macht durchzusetzen. Und jetzt diese Krankheit!

Im Gebet spricht Jesus das Vereinende an. Er betet: Vater, ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun. Damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen.

Die Hauptsache ist der Menschheit gegeben: die Liebe unseres Herrn. Auf die Liebe kommt es in der Welt an – in den kleinen und in den großen Dingen.

Wie viel Liebe wird in dieser Zeit im Vollzug des Lebens sichtbar! Dafür wollen wir Gott danken. Wir wollen hoffen, dass die guten Erfahrungen dieser Krisenzeit, dem gemeinsamen Leben „danach“ erhalten bleiben!

Jesu Perspektive geht im Gebet über dieses Leben hinaus. Jesus betet: Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast. Das Einssein gilt für immer und ewig. Amen.

 

Gebet

Herr Jesus Christus, mit deiner Liebe erfüllst du diese Welt. Lass die Deinen eins sein in Dir und in deiner Liebe. Sei du uns nahe, damit wir den Deinen nahe sind. Öffne uns den Blick für die Mitmenschen, die uns besonders brauchen. Lass uns deine Liebe mit ihnen teilen, dass wir ein Lob deiner Herrlichkeit werden. Amen.

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